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Arbeitstherapie

Depressionen führen je nach Schwere der Erkrankung zu vorübergehenden oder auch länger andauernden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Die Auslösung einer Depression kann mitunter auch durch Belastungen am Arbeitsplatz mit verursacht worden sein.

Um so wichtiger ist deshalb, frühzeitig mögliche arbeitsplatzbedingte Krankheitsauslöser zu erkennen. Genau hier setzt die Arbeitstherapie an. Depressiv Erkrankte können sich dosiert gesteigert belasten und neue Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen. Im Gespräch mit Therapeuten kann man sich mit belastenden Arbeitsbedingungen vor dem Ausbruch der Krankheit, bei bereits vorhandener Erkrankung und auch nach der Behandlung auseinandersetzen.

Die Arbeitstherapie beinhaltet die stufenweise Zurück- und Heranführung des Patienten an die Grundanforderungen des Arbeitslebens. Die Arbeit wird hierbei als therapeutisches Mittel eingesetzt.

Durch Arbeitsleistung sollen Eigenschaften wie z. B. Selbstvertrauen, Übernahme von Verantwortung, Belastbarkeit und Konzentration, Anpassungs- und Ausdauerfähigkeiten, Gewöhnung an Zeitstrukturen, Teamarbeit und das Erfassen von Arbeitsvorschriften gefördert und gefestigt werden.

In Einzel- oder Gruppentherapie werden dabei von den Patienten einfachere Arbeiten verrichtet, wobei der Schwierigkeitsgrad kontrolliert und stufenweise gesteigert wird. In der sog. „Entlassungsstufe“ soll die maximale individuelle Leistungsfähigkeit bzw. die durchschnittliche Leistungsfähigkeit eines Gesunden annähernd erreicht sein.

Die Arbeitstherapie sollte ressourcenorientiert gestaltet werden. Die Patienten sollen durch das Ausbauen ihrer Stärken defizitorientierte Denkweisen in den Hintergrund stellen. Die Arbeitstherapie wird durchgeführt von Ergotherapeuten, die Patienten in konkreten Arbeitssituationen begleiten, Feedback geben und patientenzentriert die Selbstbefähigung fördern.

 

 

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