Info-Center / Burnout - Erschöpfungsdepression

 

Symptome / Beschwerdebild

Leider passen die Symptome eines Burnouts auch zu manchen anderen seelischen Störungen. Dennoch muß man sie rechtzeitig erkennen lernen.
Mittlerweilen versucht man das Burnout-Syndrom in verschiedene Phasen einzuteilen:

  • Warnsymptome der Anfangsphase
  • reduziertes Engagement
  • depressive und aggressive Reaktionen
  • Abbau von Leistungsfähigkeit, Motivation und Kreativität
  • Verflachung im geistigen und Gemütsbereich sowie im sozialen Leben
  • psychosomatische Reaktionen (Herz-Kreislauf, Magen-Darm, Muskulatur, Immunsystem usw.)
  • Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Suizidneigung.

Hier nun eine Kurzfassung der wichtigsten Krankheitszeichen, die auf ein Burnout-Syndrom hinweisen können. Die Entscheidung liegt natürlich bei Deinem Arzt. Allerdings wird dieser nur selten aufgesucht und wenn, dann häufig spät oder mit Angabe ganz anderer Gründe.


Warn- und Alarmsignale


Der Beginn einer Burnout-Krise erscheint an sich zunächst als positiv. Viele Burnout-Betroffene gelten als aktiv, dynamisch, zupackend, ideenreich, engagiert bzw. überengagiert. Dies bedeutet jedoch auch vermehrter Einsatz, freiwillige Mehrarbeit, (subjektiver) Eindruck der eigenen Unentbehrlichkeit, das Gefühl, eigentlich nie mehr richtig Zeit zu haben, damit wachsende Verleugnung eigener Bedürfnisse. Und vielleicht sogar eine heimlich zunehmende Beschränkung zwischenmenschlicher Kontakte.

Dies beginnt meist mit Arbeitskollegen, Nachbarn, Bekannten und endet bei Freunden, Verwandten, engen Angehörigen und Partnern.

Darüber hinaus liegt auch meistens eine unrealistische Wahrnehmung vor, indem Mißerfolge und Enttäuschungen einfach nicht wahrgenommen werden und somit werden daraus auch keinerlei Konsequenzen gezogen. Viele der auf den ersten Blick positiven Eigenschaften stellen sich bei näherer Betrachtung als wahre Fallgruben heraus.

Nach und nach wird das (Über-) Engagement auch durch eine sich langsam ausbreitende Erschöpfungsphase verringert. Jetzt kommt es zu verminderter Belastbarkeit, wachsender Stimmungslabilität und vor allem zu einer Erholungsunfähigkeit.

Auch eine zunehmende Infektanfälligkeit kann eintreten, oftmals in Form von Erkältungen und Grippeinfekten.

Die Betroffenen werden müde und matt. Danach drohen sogar rasche Erschöpfbarkeit und schließlich regelrechte Kraftlosigkeit. Dazu kommt ein sonderbares Phänomen, nämlich "müde, matt und abgeschlagen" nach außen, innerlich aber unruhig, nervös und gespannt, mitunter sogar reizbar und gelegentlich aggressiv.

Der Endzustand zeigt sich schließlich durch Resignation, Entmutigung, verringerter Frustrationstoleranz, leichter Kränkbarkeit, Niedergeschlagenheit und durch Minderwertigkeits- und Versagensgefühlen. Die Sichtweise der Betroffenen wird schwernehmend und pessimistisch. Man erkennt diese Menschen dann kaum wieder.

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