Info-Center / Burnout - Erschöpfungsdepression

 

Was führt zum Burnout ?

Es besteht bisher keine einheitliche Meinung. Manche Wissenschaftler betonen Faktoren wie Mangel an Autonomie, Rollenkonflikte, zu hohe Erwartungen, Unklarheiten in den hierarchischen Strukturen, inadäquate Ziele und Konzepte, unzureichende Unterstützung durch Vorgesetzte usw.

Andere weisen vor allem auf Beziehungskonflikte hin, was dann tatsächlich Berufe mit Patienten, Kunden, Schülern usw. besonders anfällig macht.

Wieder andere betonen die Diskrepanz zwischen dem anfänglich hohen Engagement, verbunden mit unrealistischen persönlichen Erwartungen und der niederschmetternden Realität.


Was heißt das nun konkret? Hier in einer kurzen Übersich die häufigsten Ursachen, wie sie beim Burnout-Syndrom immer wieder genannt werden (wobei dauernd neue Belastungsformen hinzukommen):

  • Hohe Arbeitsbelastung
  • schlechte Arbeitsbedingungen
  • Zeitdruck oder zu großes Pensum in einem zu eng gesteckten Zeitrahmen, vor allem stoßweise
  • schlechtes Betriebsklima
  • wenig tragfähige Beziehungen zu den Mitarbeitern
  • wachsende Verantwortung
  • Nacht- und Schichtarbeit, vor allem dort, wo man sich nicht arbeitsphysiologischen Erkenntnissen anpassen will oder kann
  • unzulängliche materielle Ausstattung des Arbeitsplatzes
  • schlechte Kommunikation unter allen Beteiligten (Arbeitgeber, aber auch Mitarbeiter untereinander)
  • zu geringe Unterstützung durch den Vorgesetzten
  • wachsende Komplexität und Unüberschaubarkeit der Arbeitsabläufe und -zusammenhänge
  • unzureichender Einfluß auf die Arbeitsorganisation
  • Hierarchieprobleme
  • Verwaltungszwänge
  • Verordnungsflut (gestern neu, heute zurückgenommen, morgen modifiziert usw.)
  • Termin- und Zeitnot
  • unpersönliches, bedrückendes oder intrigenbelastetes Arbeitsklima, vom Mobbing mal ganz abgesehen
  • ständige organisatorische Umstellungen, ohne die Betroffenen in Planung und Entscheidung einzubeziehen, bei Mißerfolgen aber verantwortlich zu machen
  • zunehmende, immer neue und vor allem rasch wechselnde Anforderungen
  • zuletzt die wachsende Angst vor Arbeitsplatzverlust
  • und vieles mehr

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