Info-Center / Depressionen

 

 

 

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Gesellschaftliche Akzeptanz

Die meisten Menschen gehen erst dann zum Arzt, wenn eine Störung ein gewisses Maß an Beeinträchtigung überschritten hat. Häufig sind dann sowohl die Ärzte als auch die Patienten darauf bedacht, einen körperlichen Grund als Ursache der Beschwerden festzustellen. Allerdings haben lediglich ein Drittel aller durch Allgemeinärzte behandelten Krankheiten eine tatsächlich körperliche Ursache.

Noch immer wird eine körperliche Erkrankung in unserer Gesellschaft eher akzeptiert als eine seelische. Es gibt deshalb auch ein wesentlich breiteres Angebot zur Behandlung körperlicher als seelischer Erkrankungen.

Und dennoch steigt zumindest bei Medizinern das Wissen über seelische Krankheiten, und so werden heute Patienten ernst genommen, die es "mit den Nerven haben". Allein durch den Anstieg von Depressionen in den letzten Jahrzehnten gibt es keine Diskussion mehr darüber, dass psychische Erkrankungen ernst genommen werden müssen. Bereits leichtere Depressionen werden als Signale eines Alarmsystems erkannt, das z.B. vor zu starker Stressbelastung, allgemeiner Überlastung und Überarbeitung warnt. Scheue Dich also auf keinen Fall einen Arzt aufzusuchen, wenn Du glaubst an einer Depression erkrankt zu sein. Teile Deinem Arzt diese Vermutung mit, Du wirst auf offene Ohren treffen.

 

Bei der allgemeinen gesellschaftlichen Akzeptanz sieht das leider ganz anders aus. So werden Depressionen von vielen Menschen verharmlost oder als persönliche Schwäche dargestellt (Was stellt der/die sich so an? Hab´ auch mal nen schlechten Tag und lass mich trotzdem nicht so gehen).

Dass die Depression eine "echte Krankheit" darstellt, für die der Betroffene keinerlei Verantwortung trägt, ist den wenigsten Menschen bewusst. Und hier gilt es aufzuklären und eine Lanze zu brechen. Dies gehört neben der Hilfestellung für unmittelbar und mittelbar Betroffene zu unseren primären Zielen.

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