Info-Center / Depressionen

Allgemeine Infos (Zahlen & Fakten)
Zunächst einmal das wichtigste voran:
Depressionen sind heilbar !!!
Eine Depression kann man heute erfolgreich behandeln. Hierfür ist es jedoch absolut notwendig, dass der Betroffene sich entscheidet, mit seinem Arzt über seine Beschwerden zu sprechen.
Cirka 20 % der Bevölkerung sind betroffen
Depressive Störungen gehören weltweit zu den häufigsten – und am meisten unterschätzten – Erkrankungen. In den westlichen Industrienationen ist die Depression das zweithäufigste Leiden nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gemessen an der beeinträchtigten Lebenszeit liegt die Depression laut WHO sogar auf Platz eins: Von allen körperlichen und seelischen Krankheiten raubt sie ihren Opfern am meisten gesunde, unbeschwerte Jahre.
Man kann also bei der Depression bereits von einer Volkskrankeit sprechen. Etwa vier Millionen Deutsche sind akut behandlungsbedürftig. Tendenz steigend! Das Leid ist groß, so sind nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation 121 Millionen Menschen weltweit erkrankt.
Die Anzahl von Krankheitstagen aufgrund depressiver Störungen stieg etwa bei der DAK zwischen 2000 und 2004 um 42 Prozent und dies obwohl die Krankheitsstände allgemein sinken. Die Techniker Krankenkasse klagt, dass von den elf Tagen, die jede bei ihr versicherte Erwerbsperson im Jahr 2007 krankgeschrieben war, 1.4 Tage unter die Rubrik psychische Störung fielen, also mehr al 10 Prozent. Wobei längst nicht jeder wegen der Krankheit auch zu Hause bleibt. Die Diagnose psychische Störung wurde mithin im Jahr 2006 bei 15 Prozent der Männer und 32.1 Prozent der Frauen mindestens einmal gestellt. Etwa ein Drittel davon waren Depressionen.
Und schließlich wurden 2007 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung fast ein Drittel der Frühverrentungen mit psychischen Erkrankungen, vor allem Depressionen, begründet.
- Untersuchungen belegen, dass 40 bis 60 Prozent der Menschen, die sich jährlich in Deutschland das Leben nehmen, zum Zeitpunkt ihres Suizides an einer Depression leiden.
- In Deutschland liegen die Kosten in Folge depressionsbedingter Frühberentungen bei ca. 1,5 Milliarden Euro jährlich. An Arbeitsunfähigkeit werden nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit pro Jahr etwa elf Millionen Tage durch über 300.000 depressive Erkrankungsfälle verursacht.
- In der Altersgruppe der 15- bis 35-Jährigen steht der Suizid als Folge einer Depression nach den Unfällen an zweiter Stelle der Todesursachen.
- Bei mehr als 50 Prozent der Patienten wird die depressive Erkrankung und damit oft auch die Selbstmordgefährdung nicht erkannt.

Weiterführende Informationen als PDF (3 MegaByte) zum Download:
Bundesministerium für Bildung und Forschung, "Es ist als ob die Seele unwohl wäre", Depression - Wege aus der Schwermut, Forscher bringen Licht in die Lebensfinsternis.
* Quellen: Bundesministerium für Bildung und Forschung, "Es ist, als ob die Seele unwohl währe"; FAZ vom 31.08.2008; Infobroschüre Depression der Pfizer GmbH, Abteilung Neuroscience; Infobroschüre Depression der Wyeth Pharma GmbH