Angst und Depression, was hast Du damit zu tun?

Wenn Du Betroffener bist, stellt sich die Frage natürlich nicht. Solltest Du kein direkt oder indirekt Betroffener sein (oder es noch nicht wissen), wird es wahrscheinlich bereits einen Bezugspunkt geben, wenn Du dieses Portal gefunden hast und diesen Text liest. Falls Du das nicht glaubst oder Dir nicht sicher bist, beantworte für Dich einmal die folgenden Fragen:

Bist Du Familienmitglied, Freund oder geliebter Partner?

Wie viele Menschen gibt es in Deinem Umfeld, die Dir wichtig sind? Zähle einfach mal. Familie, Freunde, gute Bekannte, Kollegen...
In Deutschland leiden ca. 4 Millionen Menschen an einer akut behandlungsbedürftigen Depressionen, d.h. jeder Fünfte. Es ist sehr wahrscheinlich, dass in Deinem nahen Umfeld ein Mensch an einer Depression leidet und vielleicht auch Suizid gefährdet ist.

Bist Du Arbeitgeber oder leitest Du ein Unternehmen?

Die Anzahl von Krankheitstagen aufgrund depressiver Störungen stieg etwa bei der DAK zwischen 2000 und 2004 um 42 Prozent und dies obwohl die Krankheitsstände allgemein sinken.
An Arbeitsunfähigkeit werden nach Angaben des Bundesministeriums für Gesundheit pro Jahr etwa elf Millionen Tage durch über 300.000 depressive Erkrankungsfälle verursacht.
Dies sind Arbeitsausfälle bei denen eine Depression diagnostiziert wurde. Wie häufig Arbeitnehmer 
die eigentlich an einer Depression leiden, aber unwissentlich oder wissentlich vor ihrem Hausarzt  eine andere Erkrankung vorgeben aufgrund derer sie krank geschrieben werden ist nicht bekannt.

Bist Du Beitragszahler in einer Krankenkasse?

Konkrete Zahlen über die Behandlungskosten von Angst und Depressionen liegen uns leider nicht vor. Aber eines ist mal sicher: Die durch Angsterkrankung und Depression entstandenen und entstehenden Kosten sind gewaltig und werden von uns allen getragen. Depressions- und angstbedingte Beitragserhöhungen sind die logische Konsequenz.

Bist Du Beitragszahler einer Rentenversicherung?

In Deutschland liegen die Kosten in Folge depressionsbedingter Frühberentungen bei ca. 1,5 Milliarden Euro jährlich.

Wie steht es mit Dir?

Glaubst Du ernsthaft, dass Du niemals an Angst oder einer Depression erkranken könntest?
Genau dies haben wir von vielen Menschen gehört, die nunmehr an einer schweren Depression oder Angsterkrankung leiden: „Ich hätte nie gedacht, dass mir das passieren könnte.“
Die Auslöser für eine Depression sind sehr unterschiedlich. Manchmal ist es nicht klar warum eine Depression bei einem Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt eintritt, manchmal gibt es Schicksalsschläge, die eine Depression auslösen.
Weisst Du wie Du reagieren würdest, wenn Dich plötzlich Dein Lebensgefährte verlässt oder wenn Du Deinen Job verlierst? Wie würdest Du reagieren, wenn Du durch einen tragischen Unfall geliebte Menschen verlierst? Was ist, wenn dazu noch übermäßiger und andauernder Stress hinzukommt?

Depressionen und Angsterkrankungen gibt es in allen sozialen und kulturellen Schichten, in allen Berufsgruppen, bei Rentnern und bei Schülern, bei Frauen und bei Männern. Es kann auch Dich treffen!

Angst und Depression geht uns alle an!

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